{"id":1751,"date":"2018-01-26T23:01:33","date_gmt":"2018-01-26T22:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=1751"},"modified":"2023-02-19T13:27:05","modified_gmt":"2023-02-19T12:27:05","slug":"catch-of-the-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2018\/01\/26\/catch-of-the-day\/","title":{"rendered":"Catch of the Day"},"content":{"rendered":"<p>Wer ist hier wie gefangen? Die Frage der kulinarischen K\u00f6stlichkeiten spielt an Bord eine zentrale Rolle und ist Inhalt vieler \u00dcberlegungen und Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p>Weil man eben nicht noch mal zu REWE oder EDEKA oder ALDI steppen kann, um Vergessenes zu besorgen, muss stark improvisiert werden. Das ist aber nicht wirklich schwierig.<!--more--><\/p>\n<p>Wichtiger ist der richtige zentrale Gro\u00dfeinkauf, der schon mal einen ganzen Tag dauern kann und in der Vorplanung Tage dauert, um ihn anzusteuern. Nicht weil man zu bl\u00f6d ist, sondern weil es sie kaum gibt. Martinique ist ein solch zentraler Punkt. Hoffentlich auch Grenada. Obst und Gem\u00fcse gibt es immer in spitzen Qualit\u00e4t an kleinen Buden am Stra\u00dfenrand zu kaufen.<\/p>\n<p>Mit frischem Fleisch und Wurst- und K\u00e4sewaren sieht es gar nicht gut aus. Da vermisse ich den gutsortierten franz\u00f6sischen Supermarche schon sehr. Zum Leidwesen aller Beteiligten gab es zu diesen Zeiten frisches Huhn in allen Varianten, Lammstelzen auch bei 30 Grad im Schatten, von den Pasteten will ich hier nicht schw\u00e4rmen. Allein das frische echte Baguette !<\/p>\n<p>In Bequia, geh\u00f6rt zu St. Vincent, macht sich eine erfrischende neue Kultur breit. Es gibt viele Caf\u00e9s und neue Restaurants, die zum Verweilen einladen. Das Angebot im Supermarkt ist im Tiefk\u00fchlbereich akzeptabel und auch die Stra\u00dfenh\u00e4ndler haben sich l\u00e4ngst auf die vielen Segler eingestellt und ihr Angebot deutlich differenziert. Sch\u00f6n zu h\u00f6ren, dass die Karotten nicht mehr aus Canada! kommen, sondern auf St. Vincent angebaut werden. Ebenso gibt es erstaunlich gut schmeckende Tomaten.<\/p>\n<p>Der junge Familienvater gef\u00e4llt mir irgendwie, weil er so unaufdringlich ist und immer neue Fr\u00fcchte bereith\u00e4lt, die ich nicht kenne. Ich schlage ihm vor, doch die Ware auszuzeichnen, schlie\u00dflich sind die Europ\u00e4er daran gew\u00f6hnt und man f\u00fchlt sich jedesmal etwas betrogen, weil man den Preis ja nicht wei\u00df. Da wird auch kein Vertrauen aufgebaut, wenn die Verk\u00e4ufer ohne zu schreiben mit den Fingern &#8218; schriftlich addieren&#8216;. Nun bin ich gespannt, ob er seine Verkaufsstrategie anpasst. Etwas imperial komme ich mir aber auch vor, schlie\u00dflich erinnern meine Vorschl\u00e4ge zur Optimierung an : &#8222;Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral&#8220;.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zum heimischen Herd bedeutet ein Leben mit zwei K\u00fchlschr\u00e4nken, dass Qualit\u00e4t und Standard in gr\u00fcnbunter Hinsicht zu halten sind. Am Ankerplatz gibt es immer einen fliegenden H\u00e4ndler, der Fisch und Langusten deutlich \u00fcberteuert verkaufen will. Ich m\u00f6chte der Languste aber nicht ins Hirn stechen m\u00fcssen und vermisse einen echten Fischstand schon sehr.<\/p>\n<p>So bleibt der eigene Fang oder der Catch of the Day im Restaurant.<\/p>\n<p>Anmerkung: Unser bestes Essen ist der nur Sekunden angebratene Thunfisch mit einer scharfen So\u00dfe, die durch Sesam\u00f6l gemildert und von leichter S\u00e4ure umgeben ist, bevor roter Pfeffer den Abgang bildet.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer ist hier wie gefangen? 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