{"id":1802,"date":"2018-02-04T16:36:14","date_gmt":"2018-02-04T15:36:14","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=1802"},"modified":"2023-02-19T13:25:06","modified_gmt":"2023-02-19T12:25:06","slug":"chat-about-schuh-schuh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2018\/02\/04\/chat-about-schuh-schuh\/","title":{"rendered":"Chat &#8211; about- Schuh &#8211; Schuh"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung<br \/>\nDer folgende Blogbeitrag f\u00e4llt etwas aus dem Rahmen. Angesichts der ungeheuer gro\u00dfen Anzahl von Schuh- und Ledergesch\u00e4ften in Mexiko haben wir einen lieben Freund, der lange Jahre in Mittel- und S\u00fcdamerika gelebt hat, gebeten, uns seine Reflexionen zu diesem Thema zu schicken. Hier sind sie und nicht nur f\u00fcr Frauen interessant.<!--more--><\/p>\n<p><b>Gastbeitrag aus Mexiko<\/b><\/p>\n<p>Der Schuhmacher ist f\u00fcr die hiesigen Frauen auf Cozumel beinahe ein fester Punkt auf dem Vormittags-Einkaufsparcour. &nbsp;Auch hier kauft man sich die Schuhe nach Sch\u00f6nheit (zwei Nummern zu klein) und passt sie dann durch Weiten der Realit\u00e4t an. Schn\u00fcrsenkel &#8211; in Deutschland heute ein mittelgro\u00dfes Einkaufsproblem &#8211; weil die Senkel nur mit angeh\u00e4ngten Schuhen verkauft werden ist in Mexico easy: Auf einer gespannten Leine h\u00e4ngen sie wie Epiphyten \u00fcber den K\u00f6pfen der Kunden und brauchen nur heruntergepfl\u00fcckt werden. Und w\u00e4hrend HH und Cozumel erste Welt sind, weil sie nur die Produkte der Sportschuhfirmen (Nike, Adidas, Puma, Converse, etc.) zeigen, stellt man bei einem Wechsel ins mexikanische Hochland in Puebla und Cuernavaca fest, dass die M\u00e4nner wieder ganz normale M\u00e4nner-Lederschuhe tragen, wie das schon bei unseren V\u00e4tern Mode war. Und man empfindet dies als angenehm altmodisch. Wer im Maya-Land, also bei uns hier, Schuhe kaufen will, der tut gut daran, sich schon mal die Ferse zu k\u00fcrzen oder die Zehen zu knicken, denn bei Gr\u00f6\u00dfe 39 ist Schluss!!! Frau mit einer Durchschnittsgr\u00f6\u00dfe unter 1,50 m haben nun mal keine gro\u00dfen F\u00fcsse. Sollte dies doch der Fall sein, siehe oben: ein oder zwei Nummern zu klein kaufen und weitenlassen.<\/p>\n<p><b>Was sind sexy Schuhe?<\/b><\/p>\n<p>Ich denke spontan an Charlie Chaplin&#8217;s Schuhe. Egal wie man es sieht, sie m\u00fcssen erotisch gewirkt haben. Er war immerhin 5 x verheiratet (exakte Anzahl der Ehen wurde nicht gegoogelt, sondern frei gesch\u00e4tzt).<br \/>\nIch finde, meine schwarzen Clarks haben einen ganz \u00e4hnlichen Charme, versch\u00e4rft durch kurze wei\u00dfe Socken, die ich entgegen des herrschenden oder vergangenen Modediktats dazu trage.<br \/>\nUnser jetziger Besuch, Schuhgr\u00f6\u00dfe 37, hat sich ganz normale, knallrote Schuhe mit Holmenkollen-Sohle (hinten hoch, vorne flach) gekauft, die das Entz\u00fccken ihrer Freundinnen hervorgerufen haben. D\u00fcnne Lederriemchen garantieren &#8211; nach meiner Einsch\u00e4tzung &#8211; f\u00fcr eine kurze Lauffreude, k\u00f6nnen aber &#8211; falls sie eine Leidenschaft f\u00fcr ihre neuen Schuhe entwickelt &#8211; noch manchem Schuster zu Reichtum verhelfen.<\/p>\n<p><b>Stiefel immer in Argentinien kaufen!<\/b><\/p>\n<p>Also Argentinien. Ich sage nur eins: Kuhhaut, Kuhhaut, Kuhhaut!!! Oder wie Gertrude Stein sagen w\u00fcrde: Eine Kuhhaut ist eine Kuhhaut ist eine Kuhhaut. Klar! Wenn eine Kuh ausgel\u00f6ffelt ins Restaurant zum Verbraten geliefert wird, dann bleibt die Kuhhaut \u00fcbrig und eignet sich f\u00fcr allerlei: S\u00e4ttel, Sofabespannung, knackige Damenhosen, lappige Herrenhosen, gek\u00e4mmt und frisiert als Wandschmuck oder Teppich, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Dem Interesse der Frauen n\u00e4her liegt die Verwendung des Leders als Rohstoff f\u00fcr Handtaschen, Kleidung und Schuhwerk, sowie hochwertige Accessoires wie Geldb\u00f6rsen oder Handschuhe.<\/p>\n<p>Aber eine Dame in Argentinien ist nicht gen\u00f6tigt in Kuh zu gehen. Man denke einen Augenblick an die Weiten Argentiniens mit ihren Methan furzenden Schafen und welch zartes Leder die L\u00e4mmer dem Menschen schenken. Und damit nicht genug. Ein beliebtes Leder liefert das Carpincho oder Wasserschwein. Ich trage heute noch ein Carpincho-Portemonnaie an einer zarten Stelle meines K\u00f6rpers. Und ich besa\u00df einmal eine Weste aus Carpincho-Leder, die meine Erscheinung nicht unerheblich aufwertete. Leider musste ich bei einer Anprobe vor ein paar Monaten feststellen, dass Carpincho-Leder &#8211; anders als gew\u00f6hnliches Leder &#8211; mit den Jahren schrumpft. Auf jeden Fall lie\u00df sich die Weste vorne nicht mehr zukn\u00f6pfen, wie ich bedauernd bemerkte.<\/p>\n<p>Wir haben beide unsere Spezialgesch\u00e4fte in Buenos Aires gehabt, in denen wir unsere Ledersachen einkauften bzw. anfertigen lie\u00dfen. Ein besonderes Vergn\u00fcgen war die Beurteilung des Lammleders. Man forderte mich st\u00e4ndig auf, mich \u00fcber die Qualit\u00e4t und die Zartheit &#8211; also praktisch die zarte Versuchung des Lammleders &#8211; zu \u00e4u\u00dfern. Um es kurz zu machen und dennoch differenziert zu antworten, beschr\u00e4nkte ich mich darauf, die Aussprache des Wortes &#8222;Lamm-Leder&#8220; zu variieren. Ein preiswertes Durchschnittsleder blieb ein Lamm-Leder, wobei bei der Aussprache die Zungenspitze noch relativ weit vorne blieb. Ein die Sinne anregendes, geschmeidiges Llamm-Lleder wurde mit bereits hochgeschnallterer Zunge und langem L ausgesprochen.<\/p>\n<p>Argentinien ist ein Land mit einer soliden Handwerkskultur. Das dortige Zauberwort ist &#8222;Artesanal&#8220;, etwa &#8222;handwerklich&#8220;, &#8222;kunsthandwerklich&#8220;, &#8222;hausgemacht&#8220;, &#8222;handgefertigt&#8220;. Es scheint so zu sein, dass jeder Argentinier mindestens ein Talent hat. Alle zusammen genommen haben zus\u00e4tzlich das Talent ihre Wirtschaft alle f\u00fcnf Jahre vor die Wand zu fahren, aber das tut nichts zur Sache. Auf keinen Fall darf man dem Argentinier SAGEN, dass er talentiert sei. Er w\u00fcrde sich sofort \u00fcberlebensgro\u00df aufblasen und vor deinen Augen zerplatzen. Nicht umsonst geht der Standardwitz Lateinamerikas \u00fcber die Argentinier so: &#8222;Was ist das beste Gesch\u00e4ft, das man mit Argentiniern machen kann?&#8220; Antwort: &#8222;Ihn zu dem Preis kaufen, den er wert ist und ihn zu dem Preis verkaufen, von dem er denkt, den er wert sei!&#8220; Sogar die Argentinier erz\u00e4hlen ihn manchmal in ehrlichen Augenblicken.<\/p>\n<p>Wie talentiert die Argentinier sind, sieht man am besten an den Sonntagsm\u00e4rkten, die praktisch in jeder gr\u00f6\u00dferen Stadt abgehalten werden. Dort gewinnt man den Eindruck, dass praktisch jeder Argentinier ein produktives Hobby hat und seine Familie bei gro\u00dfem Erfolg seiner &#8222;productos artesanales&#8220; im Handumdrehen zu einem kleinen Produktionsbetrieb umfunktionieren kann. Der eine stellt Lampenbespannungen aus, der n\u00e4chste stellt echte M\u00e4nnermesser mit Griffen aus polierten Knochen her, der daneben verkauft Limoncello neben einer Serie weiterer hausabgef\u00fcllter Fruchtlik\u00f6re an den geneigten Passanten, eine feine Dame bietet mit bunten, zum Teil horriblen Gesichtern bemalte glatte Kieselsteine in gef\u00e4lligen keinen Holzk\u00e4stchen an. Und so weiter und so fort. Bilder, Skulpturen, alte B\u00fccher, und absolut nichts aus China.<br \/>\nHandwerkliche T\u00e4tigkeiten werden &#8222;con amor&#8220; (mit Liebe) oder &#8222;con experiencia&#8220; bzw. &#8222;como debe ser&#8220;, also mit Erfahrung oder einfach, wie es sein soll, ausgef\u00fchrt. &#8222;Con amor&#8220; sollte man meiden. Gott sei Dank haben die Argentinier einen gewissen Stolz ihre Produkte ordentlich zu fertigen.<\/p>\n<p><b>Overkill in Schuhen<\/b><\/p>\n<p>Es gibt eine Theorie, die besagt, dass der Schuhkauf der einzige Kauf ohne Reue oder besser, der einzige Kauf ohne Frusterlebnis ist. W\u00e4hrend eine Frau ihren K\u00f6rper wie ein Schifferklavier oder ein Bandoneon erf\u00e4hrt, das mal oben, mal unten auseinanderklafft und sich wieder zusammenzieht, woraus resultiert, dass die Blusen-, Rock- und Kleidergr\u00f6\u00dfe von gestern auch von Gestern ist. Heute muss sie sich den neuen Bedingungen stellen, auch wenn es ihr nicht passt, dass ihr heute nicht mehr passt, was gestern noch tadellos passte. Da ist es von unsch\u00e4tzbarem Wert, dass sich die Schuhgr\u00f6\u00dfe nicht ver\u00e4ndert. Ein Blick \u00fcber die Regalreihen und die Fensterauslagen und alles, was gef\u00e4llt, kann potentiell gekauft werden und schafft volle Befriedigung. Die Menge an &#8211; an sich \u00fcberfl\u00fcssigen Schuhen &#8211; k\u00f6nnte also ein Resultat von Frustvermeidung sein. Anstatt sich \u00fcber die Kapriolen des eigenen K\u00f6rpers zu \u00e4rgern, lieber gleich in die Konditorei und zum Sahnest\u00fcck greifen. Und auch nach zehn Sahnest\u00fccken wird sich an den F\u00fcssen nichts ge\u00e4ndert haben. Was fr\u00fcher passte, passt auch heute. Eine intelligente Shopping-Tour beginnt im Schuhgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>M\u00e4nner scheinen diesem Problem nicht unterworfen zu sein. Zwar ist es so, dass eine Alternativ-Lochung des G\u00fcrtels eine n\u00fctzliche Zusatzfunktion ist, ansonsten stellt sich ihm eher das Problem des Schrumpfleders bei Carpincho-Westen im Lauf der Zeiten, wie im Argentinienkapitel beschrieben.<br \/>\nIch komme noch einmal auf das Thema Schuhgr\u00f6\u00dfen zur\u00fcck. Sie variieren je nach Weltgegend. Ihr segelt in der Karibik herum und die Besiedlung der Atlantikk\u00fcste Zentralamerikas geschah ja durch Migration\/Flucht Schwarzer von den gr\u00f6\u00dferen Inseln auf das Festland bzw. auf die Cayes davor.<br \/>\nIch erinnere mich an unsere Zeit in Costa Rica Anfang der 90er Jahre, wo wir mit Erstaunen in die Auslagen der Schuhgesch\u00e4fte in Puerto Lim\u00f3n sahen. Dort fielen vor allem die High Heels in Katamaran (fr\u00fcher: Elbkahn)-Gr\u00f6\u00dfe auf. Von Beerdigungsschwarz bis LSD-Bunt, lackiert, mattiert, mit oder ohne Perlen und Pailletten, es gab alles. Wer zum Teufel so etwas tragen konnte, sah man erst, wenn man wieder zur Stra\u00dfe schaute und pl\u00f6tzlich den typischen limonensischen Wanderspargel vor Augen hatte. Sch\u00f6ne, hauteng gekleidete, gertenschlanke schwarze K\u00f6niginnen des Sidewalks mit einem Ganzk\u00f6rper-L\u00e4cheln, hervorgerufen durch gro\u00dfz\u00fcgig freigelegte Busen, die beim Gehen ihre Lebendigkeit bewiesen. Trotz ihrer zarten Statur machten sie nicht den Eindruck, von jedem Windsto\u00df verweht zu werden. Ein Blick auf die Schuhe gen\u00fcgte, um zu wissen, warum.<\/p>\n<p>Hast du schon mal \u00fcber den Unterschied zwischen Schuhwerk und Bereifung nachgedacht. Ich meine, die H\u00e4lfte der Menschheit, m\u00f6glicherweise sehr viel mehr, vor allem sehr viel mehr Frauen als M\u00e4nner, tragen \u00fcberhaupt keine Fu\u00dfbekleidung mehr, die man Schuhe nennen k\u00f6nnte. Aus Bequemlichkeit bzw. weil es die klimatischen Verh\u00e4ltnisse erlauben, haben sie sich darauf verlegt auf ausgestanzten Gummischablonen mit Zehenlasso durch die Welt zu schlurfen. Am Strand, zu Hause, im Urlaub im Foyer guter Hotels, in den Museen vor den Augen ehrw\u00fcrdiger Meister, im Supermarkt, \u00fcberall sieht man sie. Das sind die gleichen Leute, die fr\u00fcher die Legion\u00e4rssandale mit der Legion\u00e4rskrankheit verwechselt haben, die Gleichen, die sich \u00fcber Jesus-Latschen und die deutsche Qualit\u00e4tssandale mit eingebauter Urlaubssocke am\u00fcsiert haben. Blo\u00df weil ihre Gummilatschen bunt bedruckt sind und als Hawaiianas vermarktet werden, glauben sie, sich von den Spottobjekten fr\u00fcherer Tage zu unterscheiden. Sie tun es nicht!!!<\/p>\n<p><b>Cuba Cuba Cuba<\/b><\/p>\n<p>Ein Kuba-Hit ist: Hasta que se seque el Malec\u00f3n (Bis der Malec\u00f3n trocknet) von der Gruppe Jacob Forever (https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UpbfrdYCSXo). Sie haben ein weiteres Lied geschrieben, das ich gerade geh\u00f6rt habe: La Dura (Die Harte). Das erste Lied greift das Bild auf, das Havanna-Besucher nicht vergessen, wenn bei heftiger Brise die Gischt vom Meer \u00fcber den Malec\u00f3n spr\u00fcht. In der Regel wird dann die Durchfahrt durch die Polizei gesperrt. In dem zweiten Lied m\u00fcht sich Jacob Forever??? ab, um eine Hart-Herzige zu erweichen. Das Video zeigt, sie will keine Schokolade, aber anscheinend auch nicht diesen Mann. Deshalb versucht es mit&#8230; Schuhen. W\u00fcrde euch das Modell, das Lied oder der Mann \u00fcberzeugen? Siehe Screenshot<\/p>\n<p><b>Schuhkauf in Brasilien?<\/b><\/p>\n<p>Widmen wir uns der Frage, wo kauft der Herr und die Dame von Welt sein Schuhwerk am Vorteilhaftesten in Lateinamerika? Soviel sei schon verraten, Brasilien ist es nicht, obwohl sich seine Schuhindustrie weltweit ein R\u00fcfchen erworben hat. Meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen gehen dahin, dass sie zwar in der Lage sind durch schnittiges Design zu \u00fcberzeugen, aber geringf\u00fcgig instabile Wetterverh\u00e4ltnisse, wie ein Platzregen kann schon dazu f\u00fchren, dass man sich lediglich mit dem Oberleder in den n\u00e4chsten Hauseingang rettet, w\u00e4hrend die Sohle unbeirrt eine energische Geradeausbewegung verfolgt.<\/p>\n<p>In Brasilien blicken sogar die H\u00fchneraugen der M\u00e4nner den Beinen der Frauen nach. Die notorische Sparsamkeit bei der Verbindung von Sohle und Oberleder mittels Stich &amp; Faden, Nagelung oder Klebstoff f\u00fchrt regelm\u00e4\u00dfig dazu, dass sich der umtriebige, freiheitsliebende und notorisch neugierige kleine Zeh durch permanenten Druck auf das Oberleder freie Sicht auf die Welt um ihn herum verschafft. Freude und Entt\u00e4uschung d\u00fcrften sich dabei die Waage halten. Brasilien ist nicht nur das Land absolut geiler und fu\u00dfproblemfreundlicher Frauenschuhe, sondern auch Erfinder der abt\u00f6rnenden, aber unkaputtbaren Hawaiianas.<br \/>\n&#8222;Tall and tanned and young and lovely, the Girl from Ipanema goes walking and when she passes, each one she passes, goes &#8222;ahh&#8220;.Aus diesem Grunde hat The Girl from Ipanema oder im Original Garota de Ipanema noch einen zweiten Titel, n\u00e4mlich Samba de milho oder H\u00fchneraugensamba.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung Der folgende Blogbeitrag f\u00e4llt etwas aus dem Rahmen. Angesichts der ungeheuer gro\u00dfen Anzahl von Schuh- und Ledergesch\u00e4ften in Mexiko haben wir einen lieben Freund, der lange Jahre in Mittel- und S\u00fcdamerika gelebt hat, gebeten, uns seine Reflexionen zu diesem Thema zu schicken. 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