{"id":1831,"date":"2018-03-06T23:09:18","date_gmt":"2018-03-06T22:09:18","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=1831"},"modified":"2023-02-19T13:23:50","modified_gmt":"2023-02-19T12:23:50","slug":"leaping-into-the-galopp-oder-wolfgang-der-wellenreiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2018\/03\/06\/leaping-into-the-galopp-oder-wolfgang-der-wellenreiter\/","title":{"rendered":"Leaping into the Galopp oder Wolfgang der Wellenreiter"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Besuch aus Hamburg ist da. F\u00fcr Gaby und Wolfgang bedeutet dies neben der Zeitverschiebung( 5 Std. sp\u00e4ter) eine g\u00e4nzliche Neuorientierung auf ihr Leben an Bord. Dazu geh\u00f6rt der Umgang mit dem Beiboot, wobei das reine Fahren die leichtere Veranstaltung ist.<!--more--><\/p>\n<p>Das Ein- und Aussteigen, speziell der \u00dcbergang vom schwankenden Beiboot auf das ebenfalls schwankende Schiff k\u00f6nnen schon mal in den Anforderungsbereich herausragend geh\u00f6ren. Gut, wenn man wieder zum Grobmotoriker retardiert und sich des klassischen Kniestandes besinnt. Andere Segler haben feste Halteseile montiert, mit deren Hilfe man eleganter an Bord gleitet. Immer werden helfend H\u00e4nde gereicht, sobald man ein anderes Boot betritt. Der beste Griff, den aber M\u00e4nner immer ablehnen, weil sie ja alles alleine k\u00f6nnen, ist der gegenseitige Griff an das Ende des Unterarmes. ( Klammergriff?) Artisten im Zirkus halten sich so, einer im Trapez im Knie- der andere im Langhang darunter h\u00e4ngend, bevor der gestreckte Salto als Abgang dem Zuschauer den Atem nimmt..<\/p>\n<p>Nach kurzer Eingew\u00f6hnungszeit in der Prickleybay auf Grenada fahren wir um die Ecke nach St. George und folgen erstmal dem Kopfkino: Karibik, Palmen, Strand, azurblaues Wasser und, ja richtig, wir wollen in der H\u00e4ngematte zwischen den Palmen gespannt, unser eigenes Foto sein.<\/p>\n<p>Unser erster Versuch scheitert daran, dass wir \u00fcberhaupt nicht in Strandn\u00e4he kommen, weil im vorgelagerten Wasserbereich zu viele Felsen sind. Also weiter. &#8222;Da, ja da, da sieht es doch sch\u00f6n aus!&#8220; Wolfgang rei\u00dft geistesgegenw\u00e4rtig den Motor hoch, damit nicht das passiert, was J\u00f6rg schon geschrieben hat, der Abriss zwischen Propeller und Antriebswelle. Die Wellen setzen uns drei unsanft an Land ab, was genauer hei\u00dft, wir werden hin und her geworfen, werden nass und sitzen nun mit einem Problem an Land fest. Wie kommen wir hier blo\u00df wieder weg und zwar durch die Brandung?<\/p>\n<p>Wie im Generalstab planen wir exakt, wer was macht und in welcher Reihenfolge. Die Handies sind bei Gaby, der neuen Sicherheitsbeauftragten in guten H\u00e4nden. Uns ist klar, dass selbst die beste wasserfeste Verpackung keine Sicherheit bietet, wenn es ernst wird mit dem Thema Wasser und Elektronik. Gaby soll sp\u00e4ter wieder an Bord kommen und ist auch ganz froh \u00fcber ihren Auftrag.<\/p>\n<p>Wir ziehen zusammen das Beiboot soweit ans Wasser, dass Wolfgang einigerma\u00dfen gut einsteigen kann. Es muss direkt und schnell durch die Brandung gehen. Wolfgang muss den richtigen Moment abpassen, um den Motor abzusenken und zu starten. Zum Gl\u00fcck springt die neue Maschine ja problemlos immer an. Er ist leitender Ingenieur an der Maschine, ich ernenne mich zur Anschieberin der ganzen uns\u00e4glichen Veranstaltung und stemme mich mit aller Kraft gegen das Beiboot, um es direkt durch die Brandung zu schieben. ( Muss ich nicht wieder haben)<\/p>\n<p>Sekunden sp\u00e4ter steht Wolfgang mit dem Beiboot senkrecht am Himmel. Er umklammert wie ein Rennreiter die dicken W\u00fclste des Beibootes und beide landen relativ unsanft im Wasser. Blo\u00df nicht quertreiben ist mein einziger Gedanke. Armer Wolfgang, armes Beiboot, armer Motor! Wir schaffen es durch die Brandung und im gesch\u00fctzten tieferen Wasser kann ich zusteigen, was ohne Flossen auch nicht so einfach ist.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter erst lerne ich die bessere Methode einzusteigen. Man macht kein Gegengewicht, sondern geht auf die selbe Seite, damit der Einstieg m\u00f6glichst niedrig ist.<\/p>\n<p>Wir beide fahren weiter und sehen, dass Gaby eine geeignete Stelle gefunden hat, wo wir anlanden. Schlie\u00dflich gibt es doch das ersehnte nette Pl\u00e4tzchen unter einem Baum. Wir wundern uns aber, dass, als wir gerade mal einfach nur so sch\u00f6n daliegen und nichts mehr erleben wollen, ein Bauarbeiter von &#8218; unserem Baum&#8216; herabsteigt , wo er wohl seine Mittagspause verbracht hat. Er ist genauso irritiert wie wir. Er hat uns auch nicht bemerkt gehabt.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n<p>Anschlie\u00dfend haben wir einen wichtigen Fototermin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Der Besuch aus Hamburg ist da. F\u00fcr Gaby und Wolfgang bedeutet dies neben der Zeitverschiebung( 5 Std. sp\u00e4ter) eine g\u00e4nzliche Neuorientierung auf ihr Leben an Bord. 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