{"id":345,"date":"2016-12-29T23:09:55","date_gmt":"2016-12-29T22:09:55","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=345"},"modified":"2016-12-29T23:52:52","modified_gmt":"2016-12-29T22:52:52","slug":"er-laeuft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2016\/12\/29\/er-laeuft\/","title":{"rendered":"Er l\u00e4uft"},"content":{"rendered":"<p>Am 22.12. war es endlich soweit. Nach reichlich E-Mail Verkehr, einem sch\u00f6nen aber vergeblichen Trip zur n\u00e4chstgelegnen Servicestation auf St. Lucia und dem zweiten vergeblichen Impellerwechsel hatten wir uns dazu durchgerungen, das Angebot der \u00f6rtlichen Mechaniker anzunehmen und eine schweineteure Boosterpumpe einbauen zu lassen. Nun l\u00e4uft das Teil und macht was es soll: Wechselstrom produzieren. Vor Anker liegend k\u00f6nnen wir nun die Batterien laden, W\u00e4sche waschen, den Backofen nutzen und &#8211; am Wichtigsten f\u00fcr eine gewisse Unabh\u00e4ngigkeit &#8211; unser Wasser selber machen.<br \/>\nNachdem Inge sich sogleich auf W\u00e4schewaschen und Backen gest\u00fcrzt hat, hatte ich vor der Inbetriebnahme des Wassermachers doch einen gewissen Respekt. Wir haben noch Weihnachten ins Land gehen lassen und sind am zweiten Feiertag noch ein paar Buchten weiter gesegelt um m\u00f6glichst sauberes Salzwasser f\u00fcr unseren ersten Versuch zu haben, zumal der Wassermacher noch konserviert war.<br \/>\nF\u00fcr alle, die mit dem Thema nicht so vertraut sind, eine kleine Beschreibung.<br \/>\nUnser Wassermacher der Firma Aqua Tec arbeitet nach dem Osmoseprinzip. Salzwasser wird von einer F\u00f6rderpumpe \u00fcber zwei Filter an eine Hochdruckpumpe (kennt man vom K\u00e4rcher) weitergeleitet. Diese Pumpe leistet immerhin 60 Bar Arbeitsdruck. Den wiederum muss man mit einem entsprechen hohen Stromeinsatz bezahlen, deshalb war der Generator unumg\u00e4nglich. Mit diesem Druck wird das Wasser durch zwei Membranen gedr\u00fcckt und aus 10 Litern Salzwasser wird ca. 1 Liter Trinkwasser gewonnen, die angereicherte Salzlake geht wieder \u00fcber Bord.<br \/>\nNachdem ich das Handbuch zum 3. mal durchgelesen hatte, hatte ich alles verstanden und musste nur noch die im Schiff verbauten 6 H\u00e4hne der Zeichnung zuordnen. Die Biocidkonservierung wird einfach durch einen 30min. Probebetrieb ausgesp\u00fclt, dann sollte das Wasser trinkbar und wohlschmeckend sein. Da ich der Funktionsf\u00e4higkeit technischer Ger\u00e4te immer sehr skeptisch gege\u00fcberstehe, rechnete ich auch hier mit Problemen. Aber, siehe da, nachdem die Pumpen liefen, nirgends ein Leck auftrat und ich langsam das Hochdruckventil geschlossen und so den Pumpendruck auf 55 Bar gebracht hatte, sprudelte das Trinkwasser aus dem Zapfhahn. Ich war schwer beeindruckt. Jetzt hie\u00df es nur noch die geforderte halbe Stunde abwarten. Danach probierten wir das Wasser und es schmeckt prima. Schnell war der Trinkvorrat in die bereit gestellten Kanister abgef\u00fcllt, dann wurde der Hebel umgelegt und das weiter produzierte Wasser in den Schiffstank geleitet. Auch die angegebene Produktionsmenge 150 Liter pro Stunde wurde in etwa eingehalten, da ich vorsichtigerweise noch nicht mit dem vollen Druck arbeiten wollte. Nach der Produktion wird die Anlage wieder drucklos gefahren und mit ca 20 Litern Trinkwasser durchgesp\u00fclt, dann kann sie wieder bis zu 6 Tagen stehen. Wenn das problemlos so weiter geht, bin ich begeistert.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22.12. war es endlich soweit. 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