{"id":465,"date":"2017-02-07T21:07:40","date_gmt":"2017-02-07T20:07:40","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=465"},"modified":"2017-02-07T21:27:31","modified_gmt":"2017-02-07T20:27:31","slug":"shit-happens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2017\/02\/07\/shit-happens\/","title":{"rendered":"Shit happens"},"content":{"rendered":"<p>Am 23.1. begann die Pechstr\u00e4hne. Beim Ausschalten des Inverters, der uns 230V auch am Ankerplatz liefert, was das Leben an Bord sehr viel komfortabler macht, meldete sich das hochmoderne Mastervolt MassCombi (kombiniertes Ladeger\u00e4t mit Inverter und noch weiteren Funktionen) mit der Fehlermeldung &#8222;system error&#8220; ab. Das sofort konsultierte Handbuch gab bei dieser Fehlermeldung den Rat &#8222;call your dealer&#8220;. An einer Boje in den Iles des Saintes liegend war jetzt guter Rat teuer, da dieser Ausfall es auch nicht mehr erlaubte die Batterie mit dem Generator zu laden. Wie sich sp\u00e4ter herausstellte auch nicht mehr mit Landstrom. Zu unserem Gl\u00fcck arbeiteten noch die Solarzellen und der Windgenerator. So entschlossen wir uns, meinen Geburtstag noch hier zu verbringen, sch\u00f6n essen zu gehen und dann, am 25. nach Point-a-Pitre auf Guadeloupe zu segeln. Um es kurz zu machen, alle Versuche, selbst mit Aufschaltung \u00fcber PC und Internet aus Frankreich vermochten den Fehler nicht zu beheben. Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck, es war noch Garantie auf dem Teil und die Firma versprach Ersatz aus Amsterdam. Die Woche Lieferzeit wollten wir nun nicht auch noch im Hafen verbringen, da wir bis zu diesem Zeitpunkt schon eine Woche hinter uns hatten und auch eine Inselrundfahrt und andere Unternehmungen uns die Zeit nicht haben lang werden lassen. Da zudem die Energieversorgung halbwegs gew\u00e4hrleistet war, f\u00fcllten wir die Tanks und segelten wieder in die Saintes, &nbsp;die mit klarem Wasser, Schnorchelgr\u00fcnden und einer wunderbaren karibischen Landschaft uns als die bessere Alternative erschienen.<\/p>\n<p>Nach ein paar wunderbaren Tagen, in denen wir auch mit dem Motorroller die Insel erkundeten, schreckte uns mitten in der Nacht ein heftiges Ger\u00e4usch auf. Wir lagen wieder vor Boje, konnten aber auf den ersten Blick nichts erkennen. Nach Sonnenaufgang sahen wir dann aber die Bescherung. Das Martingal, eine Verstrebung, die \u00fcber ein dickes Drahtseil am Bug die beiden R\u00fcmpfe stabilisiert, war komplett aus der Verankerung gebrochen. Die Boje musste, da es kaum Wind aber viele Str\u00f6mungen gab, zwischen die R\u00fcmpfe gekommen sein und \u00fcber die Drahtseilverspannung&nbsp;so viel Druck ausge\u00fcbt haben, dass die Verankerung der St\u00fctzen, die aus 4cm dickem Aluguss bestanden glatt durchgebrochen waren. Fehlt diese Verstrebung wird das Boot instabil und auch das Rigg kann nicht mehr belastet werden. So hie\u00df es nun auf schnellstem Wege wieder nach Guadeloupe zur\u00fcck. Unter Motor, mit einer hilfsweise Verspannung des l\u00e4dierten Teils ging es dann gegen Wind und Gott sei Dank nicht zu hoher Welle zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nachdem wir nun sachverst\u00e4ndigen Rat eingeholt hatten und au\u00dferdem in Erfahrung bringen konnten, dass die Werft Lagoon dieses old fashioned Teil nicht mehr herstellt (warum nur?), sondern ein moderneres System verwendet, bleibt wohl nur eine Individualanfertigung aus Edelstahl. Von den Kosten wollen wir mal gar nicht sprechen, das Ganze tr\u00e4gt uns aber nun 3 Wochen Aufenthalt in Guadeloupe ein. Da war die Stimmung heute erst mal auf dem Tiefpunkt. Shit happens.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.1. begann die Pechstr\u00e4hne. Beim Ausschalten des Inverters, der uns 230V auch am Ankerplatz liefert, was das Leben an Bord sehr viel komfortabler macht, meldete sich das hochmoderne Mastervolt MassCombi (kombiniertes Ladeger\u00e4t mit Inverter und noch weiteren Funktionen) mit der Fehlermeldung &#8222;system error&#8220; ab. 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