{"id":531,"date":"2017-03-16T23:11:27","date_gmt":"2017-03-16T22:11:27","guid":{"rendered":"http:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/?p=531"},"modified":"2017-09-23T16:59:40","modified_gmt":"2017-09-23T14:59:40","slug":"fly-me-to-the-moon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/isenbiel.info\/wordpress\/2017\/03\/16\/fly-me-to-the-moon\/","title":{"rendered":"Fly me to the moon"},"content":{"rendered":"<p>Um mich herum herrscht Nacht auf dem Meer. Kein Land in Sicht, keine anderen Schiffe weit und breit. Ich befinde mich auf meiner Wache und halte Ausschau nach anderen, schaue auf unseren Kurs und korrigiere die Abweichungen, die die elektronische Anzeige meldet.Der Vollmond dr\u00e4ngt die Sterne zur\u00fcck und bildet auf dem Wasser eine goldene Stra\u00dfe. Wir sind auf der \u00dcberfahrt von St. Martin auf die British Virgin Islands. Der Wind ist moderat und das Schiff zieht treu seine Bahn durchs dunkle Wasser. &#8220; \u00dcber mir Nacht und Sterne&#8220;. Ich f\u00fchle mich von Gedanken umlagert.<\/p>\n<p>Hinter uns liegt eine Woche im Hafen im niederl\u00e4ndischen Teil der Insel St. Maarten, die durchschnittlich von vier Kreuzfahrtschiffen heimgesucht wird! Jeder macht damit sein kleines Business und parkt stolz den Pickup im Vorgarten. Der Verkehr ist kollabiert und man steht im Dauerstau, automatisch glotzt man in das Leben der Bewohner, die an den Stra\u00dfen wohnen m\u00fcssen. Deutlich angenehmer wirkt der franz\u00f6sische Teil der Insel, wo wohl mehr Subventionen ankommen und wir eine Butterflyfarm besuchen und den sch\u00f6nen Tag mit einem leckeren Essen am Meer abrunden.<\/p>\n<p>Im Hafen lernen wir Mary-Margret und Dave kennen, ein amerikanisches Ehepaar, das seit 10 Jahren gemeinsam segelt und in 8 Jahren um die Welt ist. Wir laden uns gegenseitig zum Essen ein und Dave findet, dass unsere thail\u00e4ndische H\u00fchnersuppe &#8220; to die for &#8220; ist. Mary-Margret hat 5000 B\u00fccher an Bord! Neben den Diskussionen \u00fcber amerikanische Politik sind ihre Reiseeindr\u00fccke spannend, weil sie ihr Boot durchaus f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit an einem Ort lassen, um mit Flugzeug oder Auto Land und Leute kennen zu lernen. So waren sie auch l\u00e4ngere Zeit auf den St. Blas Inseln bei den Kuna-Indianern, die bekannt f\u00fcr ihre in m\u00fchevoller Arbeit hergestellten Molas sind, wie man auf dem Bild auch sieht. Da prallen dann mehr als zwei Welten aufeinander. Interessant war auch zu h\u00f6ren, dass die Sprache der Kuna-Indianer kein &#8220; bitte&#8220; oder &#8220; danke&#8220; kennt. Wie das denn geht?<\/p>\n<p>Wie weit geht mein Herz, wie weit kann die Reise sein? Am Tag sieht alles wieder ganz anders aus. Wir m\u00fcssen uns erstmal gr\u00fcndlich erholen. Ich schlafe tags\u00fcber 3,5 Stunden und f\u00fchle mich komplett durchgequirllt, woran nat\u00fcrlich auch der Vollmond schuld ist.&nbsp;<\/p>\n<p>Erstmal ist nix mit &#8220; fly me to the moon&#8220; angesagt, sondern eher let me play among these islands here. Die British Virgin Islands sind vielversprechend wie ein Sonnenaufgang.<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um mich herum herrscht Nacht auf dem Meer. Kein Land in Sicht, keine anderen Schiffe weit und breit. 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