Black Beauty lebt

Jules kommt an einem Nachmittag vorbeigerauscht und teilt uns freudestrahlend mit, dass Frank nun doch genügend Zeit hat, ein Cover für unser Beiboot zu nähen. Wir freuen uns sehr. Für die Anprobe benötigt er aber unser Beiboot bei sich an Bord. Das heißt, wir sind drei Tage ohne Beiboot.

Ohne Beiboot sind wir ein bisschen wie Leute, die auf dem Dorf leben, wo kein Bus mehr fährt und die in die Stadt wollen. Jules bietet sich an, den Shuttleservice zur Tauchstation zu übernehmen. Wir können aber auch auf unser Paddelboot ausweichen, was etwas mühsam ist, zumal wir auch noch zurück müssen. Wir vergessen nämlich im Prüfungsstress die Unterlagen für den theoretischen Tauchtest. Alles Training, so motivieren wir uns.

In meiner Not ohne Beiboot schwimme ich zu unseren deutschen Nachbarn, um nach einem Shuttle zum Einkaufen zu fragen. Wir lernen so Inga und Norbert mit ihrer MARISOL kennen. Beide sind über den Atlantik gesegelt und wollen weiter um die Welt. Abends sitzen wir in diesen Tagen häufig auch mit Carmen und Ralph von der RELAX zusammen, die ihre Weltumseglung in Fort Lauderdale/ Florida abschließen wollen. Die Reise ist dann fertig, wenn sie die Schleife zuziehen können. Inga und Norbert erzählen viel von ihren Erfahrungen in Brasilien und Surinam. Am Freitagabend tanzen wir zu karibischer Musik, wissend, dass die einen gen Norden, die anderen gen Westen segeln werden.

Nach 3 Tagen kommt Frank mit meiner neuen Schönheit wieder. Wir sind sehr angetan. Ich schneidere noch eine Verkleidung für den Motor und entwickle einen achterlichen Rammbock in Schwarz dazu. Fortan kann ich nun mit meiner Black Beauty über das Wasser rasen.

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